bosanski/bosnisch

 

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Last up date: 24.09.2005

UDRU®ENJE GRAÐANA BOSNE I HERCEGOVINE / VEREIN DER BÜRGER VON BOSNIEN UND HERZEGOWINA
"BiH" LINZ

DIE TAUSENDJÄHRIGE GESCHICHTE VON
BOSNIEN UND HERZEGOWINA

Hiermit möchten wir an einige wesentliche und beudeutungsvolle Momente in der Tausendjährigen Geschichte von Bosnien und Hercegovina errinnern.

DIE ERSTEN SCHRIFTLICHEN DOKUMENTE ÜBER DEN STAAT BOSNIEN:


Der österr. Historiker SCHIMEK hat, nach seinen umfangreichen Unteruchungen bestätigt, dass Bosnien zum 1.Mal im Jahre 836 erwähnt wird, und andere Quellen datieren dies schon im früheren 7.Jahrhundert.
Bosnien, als einheitlichen Staat, erwähnt auch der Byzantinische Zar und Schriftsteller Konstantin VII Porfirogenit im Schriftstück "De administrando imperio", das war Mitte des 10.Jahrhunderts-sehr wahrscheinlich im Jahre 948. Das Originalschriftstück wird heute in der Nationalen Bibliothek Frankreichs, in Paris aufbewahrt.

BAN KULIN UND SEINE URKUNDE AUS DEM JAHRE 1189 /
BOGUMILI "BOGOMILEN":

Bosnien errinnert sich an viele Herrscher, aber Ban Kulin ist besonders gerne in Errinnerung geblieben ( das 1.Mal erwähnt im Jahre 1180, hat bis 1204 in Bosnien geherrscht). Die berühmte Urkunde aus dem Jahre 1189, verfasst am 29.08.1189., beginnt mit den Worten " Ich, Ban bosnischer, Kulin,..." . Diese schreibt er der Dubrovnik Republik (Ragusa), wo er den Händlern freien Zutritt zu Bosnien gewährleistet, dass Diese frei handeln können in Bosnien , ohne Steuern oder sonstige Abgaben zahlen zu müssen.
Diese Urkunde wird gerne als Geburtsurkunde des bosnischen Staates angenommen, obwohl diese bestätigt, daß in Bosnien schon früher, ein mittelalterlicher bosnischer Staat begründet war, und dass eine Verwaltung und organisiertes Leben in Bosnien vorhanden war, mit eigener "Beamtenschaft".Zu seiner Zeit nahm die Bewegung "bogomilstvo"(Bogomilen-Gottesfreunde), eine bedeutende Stellung ein, die sich als "bosnische Kirche" formierte. Ihre Lehre ist dem Manichäismus verwandt und im Grunde christlicher Abstammung.
In Bosnien passierte etwas sehr interessantes. Durch die Isolation Bosniens, an der Grenze der orthodoxen Kirche und Katholizismus (West,- und Ostkirche ), zur Zeit der Vertreibung und gewaltsamen Überführung des Andergäubigen, haben die Bogomilen in Bosnien ein Zuhause gefunden wo Sie Ihren Glauben frei praktizieren konnten und welcher im Wahrsten Sinne im Original "eingefroren / konserviert" wurde. Alle Versuche der West,- und Ostkirche diese Ungläubigen zu verbieten, die in Westeuropa als katharisches Ketzertum angesehen wurde, Sie Überführen sind gescheitert. Die bosnische Kirche fand bei der heimischen Aristokratie Unterstützung und bemühte sich um Ihre Selbstständigkeit.


Auf dem Gebiete Bosniens und Herzwgowina blieben bis auf unsere Tage bogomilische Nekropolen erhalten. Später, im 14.Jh. entstanden dort urwüchsige Grabsteine, die "steæak" genannt werden und zu den aussergeöhnlichsten und den originellsten Werken der europäischen Volkskunst gehören.Der Glaube der Bogomilen hat seine eigene Entwicklung gehabt, so dass dieser später sehr ähnlich den islamischen Glauben war. Ihre Grabsteine enthalten oft die Zeichen einer offenen Hand (altbosn. Gruss), Halbmond und Sterne, sowie auch Kreuze. Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft dem Anderen gegenüber war Ihr Grundbekenntnis. Sie haben auch Fastenzeiten gehabt wie im Islam zum Fastenmonat Ramadan. Somit hatten Sie alle Voraussetzungen, sehr viele Gemeinsamkeiten in der Glaubensgrundlage um in den neuen Glauben - Islam überzutreten.
Aus den Dokumenten ist historisch nachweisbar, dass hauptsächlich die Bogomilen dem Islam übergetreten sind. Im Islam gab es nie keine gewaltsame Bekehrung, ausser bei heidnischen Völkern, so dass auch die Bogomilen frei die islm. Glaubenswerte und Bekenntnis angenommen haben.Man spricht in der Geschichte Bosniens, von diesen Zeiten des Ban Kulins, über "Goldene Tagen und gute Zeiten". So fanden die meisten Verfolgten und Vertriebenen Zuflucht in Bosnien. Im Herzen Bosniens fanden Sie Sicherheit und ein warmes Heim...die Bosnier gaben es Ihnen....der Ban Kulin stand auf Ihrer Seite.... Dieser Abschnitt der bosn. Geschichte wurde für die nachfolgenden Bosniaken die lebendige Idee, das Wahrzeichen der Geschichte der Bosnier und Deren Lebensinhalt! Lasst das Andere leben..helft, ohne zu fragen Wer, Was, Wie es ist!...Es lebt sich dann am Schnellsten ein!..

Eingeengt zwischen Rom und Konstantinopel, welche immer wieder versucht haben, Bosnien und die Bosnier zu unterwerfen, deren adhäsive und kohäsive Kraft , der lebendigen Idee zu zerschlagen...zu entkraften...aber Sie wurde immer stärker...bis zur Unsterblichkeit!



OSMANISCHES REICH - 400 JAHRE FORTSCHRITT IN BOSNIEN (1463.BIS 1878.):


Im Frühling, des Jahres 1463, als Sultan Mehmed el Fatih nach Jajce aus Milodra¾evo, bei Visoko gekommen ist, hat im hier der Franziskaner Anðelo Zvizdoviæ seine Unterworfenheit/Untergebenheit bestätigt. Ihm hat der Sultan, die bekannte "Ahdnama" übergeben. Dieses Dokument wurde bis heute im Franziskanerkloster, bei Fojnica,Zentralbosnien aufbewahrt. Mit diesem Dokument wurde vollkommene Toleranz des Stärkeren gegenüber dem Schächeren beurkundet, und den Franziskanern wurde nicht nur die Freiheit des Ausübens Ihrer Religionsbekenntnis garantiert, sondern wurde auch gefördert und geschützt vom Sultan. Die Katholiken in Bosnien wurden zu "zimmije" (Geschützte durch und vom Staat Bosnien)." Ich, Sultan Mehmed han gebe hiermit bekannt, meinem untergebenem Volk und seinen Religionsgemeinschaften, daß Sie Besitzer dises zarischen Dokumentes (ferman) sind, die bosn. Geistlichen, haben meine Barmherzigkeit gefunden und befehle somit: Es soll Sie niemand stören und beunruhigen, so auch deren Kirchen in Ruhe lassen. Sie sollen frei in meinem Reich leben können. Und diejenigen die geflüchtet sind sollen frei und sicher sein. Sie können zurückkommen, und sollen ohne Angst in Ihre Kloster zurückkehren können. Nicht meine Hochheit, so auch nicht meine Vesire, nicht meine Beamten und Untertanen, und auch niemand der Bewohner meines Reiches, darf Sie nicht beunruhigen und kränken.Es darf Ihnen niemand Leid antun und nicht angreiffen, Ihre Leben gefährden und auch nicht Ihre Kirchen,Ihr Eigentum und Ihre Kirchen nicht antasten. Auch wenn Sie jemanden aus der Ferne zu sich holen wollen, soll Ihnen dies erlaubt sein.
Da ich jetzt dieses Dokument an Sie weitergegebn habe, schwöre ich mit folgenden Worten dies zu halten......"
Verfasst am 24. Mai 1463.godine.

In einer einzigartigen Weise, hat Bosnien auch im Osmanischen Reich Ihre Eigenständigkeit mit allen Staatselementen bewahrt, denn, Sie war auch in diesem Reich nicht in die Rumelija einverleibt (europ. Teil des Osmanischen Reiches), sondern hatte einen spezialen Status.Als noch in ganz Europa Jagd auf "Hexen" und Verbrennungen dieser durchgeführt wurde und Europa ins Finstere Mittelalter sank, erlebten die Bosnier und Bosnien, einen ungeheuren kulturellen und allseitigen Aufschwung im Lande. Es wurden öffentliche Bibliotheken eingerichtet, diese bestehen seit 1537in Sarajevo
( übersetzt: "Palast vor dem Tal". In dieser Periode wurden in Bosnien Moscheen gebaut, Bibliotheken, Medressen, Hamame (öff.Bäder), Brücken, Besistani, Karavan-saraji, Hanovi, es bildeten und gründeten sich Ortschaften und Städte. Die Grundsteine der heutigen Städte von Bosnien wurden zu diser Zeit gestellt. Viele Bauwerke, auch unter Denkmalschutz der UNESCO, blieben bis heute erhaltenFür dises Land, das selbst eine Brücke zwischen Europa und Asien bildet, waren Brücken sehr wichtig. Karawanen zogen anch Istanbul und nach eiteren Städten des Orients. Noch heute ist in der Architektur der jahrhunderlange orientalische Einfluss erkennbar. ( Die Brücke in Vi¹egrad, Arslanagiæa Brücke aus Trebinje, die Brücke in ®epa), aber es wurden viele dieser einmaligen Bauwerke durch die Hand der Agressoren in den Jahren 1992-1995 vollkommen zerstört ( Die Alte Brücke in Mostar (1566 gebaut - Nov.1993 zerbombt von der HVO-Kroatische Verteidigungsrat), an die hunderte Moscheen und tausende Bauwerke aus der Osmanischen Zeit). Aber, auch neben dem Vielseitigen kulturellen Aufschwung, welchen Bosnien zur Osmanischen Zeit erlebt hatte, ein solches Bosnien beschrieb der kroatisch Gebürtige Schriftsteller, bekennte sich als Serbe, Ivo Andriæ, als finsteres "Vilajet" bezeichnet! Dieser unbeschreibliche Hass, gegenüber den Bosniern und dem Islam, wurde gezielt gesäät. Aufgrund dieser krankhaften Konstruktionen von Andriæ und ihm Ähnlichen, wurden die großserbischen und grosskroatischen Projekte gezüchtet, um Bosnien zu vernichten und alles was die Vorsilbe "Bosnisch" beinhaltet...man hat die Folgen dieser Einstellung in den Jahren 1992-1955 live sehen können...besonders tragisch Juli 1995..vor den Augen der UNO Soldaten, der EU, der Weltgemeinschaft...sie können nicht sagen "wir haben nichts gewusst"...vor Ihren Augen wurden an die 10000 Bosniaken ermordet...die Überreste aus dieser Zeit...werden gerade ans Licht..bei Grabungen herausgeholt...


DIE JUDEN VON SARAJAVO 1492 BIS 1992:

Im einem Buch des verstorbenen und hochgeschätzten Dr. Smail Baliæ, "Das unbekannte Bosnien", kann man folgendermassen nachlesen:"Die bosnischen Städte waren Jahrhunderte hindurch Begegnungsstätten von Kulturen und Religionen. Ein vorbildliches multireligiöses und multikulturelles Leben pulsierte in ihren Adern. Die Lage der dort , Ende des 15. Jahrhundert und Anfang des 16 Jahrhundert angesiedelten Juden ähnelte jener, die sie in Ihrer alten Heimat, Spanien, vor der Vertreibung 1492, genossen haben.
Bestimmend für ihr Schicksal war die tolerante haltung des Islams, der jüdischen Religion gegenüber. Die Objektivität gebietet es , darüber ein jüdisches Selbstzeugnis zu zitieren:" Die Bezieheungen der islamischen zur jüdischen Geschichte sind" ( ist im Jüdischen Lexikon, Berlin 1992, nachzulesen) " in den eineinhalb Jahrtausenden , seit Muhammad s.a.v.s, vielfach wechselnd gewesen. Doch im allgemeinen war das Verhältnis der beiden religionen zueinander freundlich...Fast während der ganzen spanischen Periode des Islams, genossen die Juden weitgehende Religionsfreiheit, während die christliche Perioden Spaniens vor und nach der Araberherrschaft von härtesten Bedrückungen erfüllt waren. Als sich in Europa im 14. und 15. Jahrhundert die Judenverfolgungen mehrten, waren es wieder die islamischen Fürsten, die - staatsklug und weitsichtig - den auswandernden Juden ihre Länder öffneten. So wurde Ihnen auch das osmanische Bosnien geöffnet."Zum Unterschied vom westlichen Europa oder auch von Osteuropa, sind in Bosnien und Herzegowina, die Beziehungen zwischen Muslimen, Christen und den wenigen, im Lande ansässigen jüdischen Kolonien verhältnismässig normal und von keinen Leidenschaften in den letzten 500 Jahren Bosniens, getrübt gewesen."
Diese religiöse und rassische Toleranz ging in Bosnien Hand in Hand mit einer allgemeinen Auffassung des " Leben - und- leben lassens.Fünfhundert Jahre nach dem Fall von Granada 1492, dem zunächst die Vertreibung der Juden und dann, nach und nach die Vertreibung der Muslime von der Pyrenäenhalbinsel folgte, wird eine neue, religiös motivierte Völkervertreibung vorgenommen - diesmal auf der Balkanhalbinsel. Das eigentliche Objekt der Vertreibung ist die muslimische Bevölkerung - die Bosnier, die Bosniaken.Die Juden von Sarajevo, haben sich im Laufe der Zeit, ähnlich wie ihre Vorfahren im maurischen Spanien, an die muslimische Bevölkerungsmehrheit in Bosnien weitgehend angepasst. Manche angesehene Juden wurden von der Bevölkerung ehrehrbietig mit dem typischen muslimischen Eherentitel " Efendi" ( = feiner, gebildeter Herr) angesprochen. In ähnlicher Weise wurden ihre Rabbiner in der Regel vom Volk ebenso verehrt, wie die islamischen Hodschas oder die christlichen Popen und die "Ujaci" ( vom kath. Franziskanerorden).Während die 5-6 jährigen muslimischen Kinder, zur religiösen Erziehung in die sogenannten " Mektebs" geschickt wurden, geschach ähnliches mit den jüdischen Altersgenossen, die von den Eltern in die "Meldars" ( Talmud-Thora-Schulen) gebracht wurden.Im Jaher 1928 betrug die Gesamtzahl der Sephardim rund 6000. Nach dem Ende des 2. Weltkrieg spielten die Juden in Bosnien in Kultur, Kunst und Politik wichtige Rollen.
Mit der Begründung der Rabbinerschule in Sarajevo durch " David Pardo", genant "Moreno (1719-1792), einem Zuwanderer aus der Zentraltürkei, wurden die Voraussetzungen für ein Aufblühen der rabbinischen Literatur im Lande geschaffen.Die bekanntesten jüdischen Familien in Sarajevo führten die Namen: Altarac, Papo, Levy, Abinun, Albahary, Finci, Attias, Danon, Kaniljo, Kamhi und Maestro.Ohne die Juden ist das Sarajevo nicht was es war.


DIE ZEIT BOSNIENS IN DER ÖSTERREICH-UNGARN MONARCHIE (1878 - 1918.):

Es blieb geschrieben, in einem kleinen Büchlein für Staatsbürgerliche Erziehung , des Österr. Bundesministeriums für Landesverteidigung, unter dem Titel" Das bosnisch-herzegovinische Infanterie-Regiment Nr.2 im Weltkrieg 1914 bis 1918:"Welche Überwindung kostet uns doch allein die Notwendigkeit, uns einem anderen Willen unterzuordnen! Das aber ist die Existenzgrundlage eines Soldaten. Bei den Bosniaken kam im Ersten Weltkrieg noch dazu, dass sie in Serbien, Montenegro und Russland als Slawen gegen Slawen standen und dass ihr Heimatland von Österreich dereinst anektiert worden war. Ihr vorbildliches Soldatentum wiegt daher doppelt. Wie ist aber dieser beispielhafte Einsatz der Bosniaken erklärbar? Dafür gibt es sicher mehrere Antworten. Eine davon mag sein, dass man von naturverbundenen, einfachen Männern, die von der Scholle weg oder von den Bergen herunter zu den Waffen gerufen werden, eben allgemein Mut, Ehrlichkeit, Treue und bedingungslosen Kampf erwrten kann, wenn man sie gerecht behandelt. Den bewährten, aufrechten Vorgesetzten verehren, ja lieben sie und folgen ihm immer, auch in einer hoffnungslos scheinenden Situation.Die Bosniaken gaben in den schicksalsschweren Jahren 1914 bis 1918 der Welt ein hohes Beispiel von Tapferkeit und Treue. Sie haben, wenigstens für ihren Teil, die von den südslawischen Separatistenführern eifrig verbreitete Behauptung widerlegt, Österreich-Ungarn sei schon zu Beginn des Krieges vor der Auflösung gestanden, weil es von seinen Völkern mehr gehasst als geliebt worden sei.Es gibt Menschheitswerte, neben denen Persönliches, auch das Gebundensein an Nation und Politik, nicht sehr ins Gewicht fallen. Zu ihnen gehört der Einsatz des Lebens zum Schutz der Heimat, der Opfergang des Soldaten. Wie immer man sich auch zum Soldatentum und kriegerischen Geschehens stellen mag, eines ist gewiss: Wir Österreicher haben guten Grund, uns der Söhne Bosniens und Herzegovina als Waffenbrüder im Ersten Weltkrieg dauernd und dankbar zu erinnern!Der bosnische Bauer war gewiss auch froh, nach so langer Zeit des Krieges, wieder daheim zu sein. Rebellion oder gar Würdelosigkeit kannte er aber nicht. Er war es gewohnt, das Schicksal so zu nehmen, wie es sich ihm bot. Wohl mag er jetzt über den Lauf der Dinge seinen Kopf geschüttelt haben. Aber dann ging er einfach auf den Acker, von dem er vor Jahren weggeholt worden war, um seiner früheren Arbeit wieder nachzukommen. Vielleicht summte er dabei die vertraute Weise, nach der sein Regiment jüngst noch durch das ganze Reich marschiert war: ...Mar¹irala, mat¹irala druga regimenta......("es marschierte da 2.Regiment......").


BOSNIEN UND HERZEGOVINA (1992 - 1995):


Gesamtbevölkerung von Bosnien und Herzegovina ( nach Volkszählung im Jahre 1991)29.02.1992 - 01.03.1992 - Referendum für Unabhängigkeit von Bosnien und Herzegovina( 64% der Bevölkerung haben sich für einen unabhängigen Staat entschieden.05.04.1992 -Beginnt die Agression auf Bosnien von JNA (Jug.Volksarmee), Serbien und Montenegro. Mit diesem Datum beginnt eine der Schrecklichsten und Blutigsten Verbrechen in der Geschichte Bosniens, des gesamten Balkans.06.04.1992 -Die Internationale Gemeinschaft hat Bosnien als unabhängigen Staat anerkannt
( wird vom 07.04.1992 geführt).14.12.1995 -Friedensabkommen aus Daytonu, Ohio-USA. Bosnien hat schon immer, in ihrem Dasein als Staat, alle Attribute welche für einen Staat notwendig sind gehabt (Das Territorium, das Volk und eine Regierung, Staat als dauernde,organisierte Vereinigung von Menschen auf einem bestimmten Gebiet unter einer höchsten Gewalt). Natürlich für jeden geschichtlichen Abschnitt in einer eigenen Form, genausoviel, wenn auch nicht mehr, wie dies Kroatien und Serbien gehabt haben, welche ihr heute, mit dem aufgezwundenem Krieg, die Geschichte verwerfen und nicht anerkennen wollen, oder diese als deren eigene Geschichte auf dem Territorium von Bosnien befürworten! Dieses Falsifikat wird nie durchkommen, und auch keine Wurzel bekommen - auch wenn dies immer wieder versucht wird!

Das Volk von Bosnien hat sich als sehr zähes Element gezeigt, durch seine ganze Geschichte hindurch. Es waren und vergingen verschiedene Reiche in Bosnien, aber Bosnien und ihr Volk blieb immer in ihren historischen Grenzen erhalten. Jedesmal, wenn das Volk nur die geringste Möglichkeit gehabt hatte , über ihr Schicksal selbst zu entscheiden, tat es dies auf die bestmögliche Weise! Dieses Volk hat auch in der jüngsten Agression auf seine Heimat, die Bereitschaft gezeigt, seinen Staat und Heimat zu verteidigen, denn Es weiss , dass Es ohne seinen Staat keine Zukunft hat! Ein Volk, ohne eigenen Staat, hat gar keine, nicht nur keine politische, sondern auch keine egsistenzielle Zukunft. Das Beste Beispiel für dies, sollen uns die Palästinenser sein, oder die Kurden oder die Kaschmir-Bewohner. Das sind Völker ohne einen eigenen Staat, und Sie befinden sich an der Grenze des biologischen Überlebens als Volk. Ohne Staat, würden auch die Bosnier als eigenes Volk verschwinden! Denn, die "Großprojektischen Konstrukteure" wollen noch immer , neben dem politischen Faktor des Volkes, auch das politische, geographische und historische Wesen von Bosnien vernichten!
Deswegen dürfen wir nicht vegessen, was uns angetan wurde und dass, wenn wir unseren Staat erhalten, erhalten wir auch das Volk - verlieren wir aber unseren Staat, wird auch das Volk verloren gehen! Seit dem mittelaterlichen Königreich Bosnien bis 1992 war Bosnien nicht international anerkannt.Heute ist Sie es und es soll auch so bleiben!Alija Izetbegoviæ hat bei einer Gelegenheit gesagt:" Die Geschichte ist kein Laborathorium, dass Ihr probiert was passieren wird, und dass Ihr mehrere Varianten und Möglichkeiten probiert und verfolgt dann die Resultate. Das, was Ihr einmal tut, könnt Ihr nur einmal tun - für das habt Ihr nur einmal die Gelegenheit. Es gibt kein Zurück, und keine "Nachprüfungen".